Simson GP 6. Lauf WallraV Race Center

AllgemeinVeröffentlicht am 11. September 2017

Doppelsieg für LangTuning/JSC/MZA

Fast wie Weihnachten wurde der letzte Lauf der Saison erwartet. Am Samstag konnte schon trainiert werden, es waren neben den GP-Fahrern um die 50 Motorradfahrer vor Ort. Viele davon hatten um die 1000 cm³ Hubraum, ein Großteil der GP-Fahrer war auf der kleinen Strecke aber trotzdem schneller. Oft konnten wir die „Großen“ in den Kurven außen überholen, das war Spaß pur. Am Renntag wurden wir am Morgen mit Regen begrüßt. Der Asphalt der Strecke war dadurch nicht nur nass, sondern auch äußerst schmierig. Das ist die beste Einladung zu vielen Stürzen, die dann auch zahlreich durchgeführt wurden und direkt Auswirkungen auf die Meisterschaft hatten.

Tuning50

Fast sicher hatte Kay Bretschneider schon die Meisterschaft in der Tasche, er brauchte nur sechs Punkte. Dazu musste er nur einmal über die Ziellinie rollen. Carsten Zocher führte das erste Regenrennen an, fuhr einen Vorsprung heraus und stürzte. Er kam aber so schnell wieder aufs Moped, dass er Position eins nicht abgeben musste und hielt diese bis zum Ziel. Kay vollendete das Rennen auf Platz vier und war somit Meister. Platz drei in der Meisterschaft war noch offen im zweiten Lauf. Da war die Strecke schon gut abgetrocknet. Kay und Carsten kämpften um Platz eins. Und Patrick stürzte nach wenigen Runden in einer der sturzbeliebtesten Kurve. Er konnte nicht mehr weiterfahren und hat dadurch seinen dritten Platz in der Meisterschaft vergeigt. Davon profitierte nun Carsten und wurde Tagessieger und dritter in der Meisterschaft. Der zweite Meisterschaftsplatz geht an Markus Hölig.

Open50

Das Starterfeld war mit drei Fahren diesmal sehr klein, aber durchaus verrückt. Denn Julian Bartsch, führender in der Meisterschaft, ist am Samstag das 8-Stunden-Rennen in Liedolsheim gefahren. Nachdem er das mit seinem Team gewonnen hatte (Gratulation!), und danach nochmal sicher acht Stunden nach Polen gefahren ist, stand er am Sonntag morgen im Fahrerfeld, um SimsonGP zu fahren. Philipp Lommatzsch hatte am Samstag leider einen Motorschaden und konnte glücklicherweise mit einem T50-Moped mitfahren. Julian gewann das erste Rennen vor Philipp im Regen und auch das zweite im Trockenen und hat sich dadurch den ersten Platz in der Meisterschaft mehr als verdient. Philipp wurde Tageszweiter und auch in der Meisterschaft zweiter.

Stock85

Bei uns Stockfahren war die Sache ganz klar. Ich musste einmal erster werden, Patrick musste ausfallen und im zweiten Rennen musste ich vor Patrick über die Ziellinie kommen, um die Meisterschaft zu holen. Nichts leichter als das 🙂
Rein rechnerisch war die Meisterschaft möglich, aber nicht realistisch. Patrick hatte so viel Vorsprung, dass er nur zweimal das Ziel erreichen musste. Spannender war bei uns der Kampf um Platz zwei, da Volker und ich nur drei Punkte Differenz hatte. Im ersten Rennen im Regen wusste ich schon, dass Volker viel besser zurecht kommt als ich Mimose, da ich nicht stürzen wollte. Volker setzte sich am Start auch gleich in Führung und ich habe mich schon mit Platz vier angefreundet. Aber schon in der zweiten Kurve griff Volker zu optimistisch in die Bremse und stürzte. Da sein Schalthebel und die Fußraste beschädigt wurden, konnte er nicht weiterfahren und ich brauchte nun in beiden Rennen auch nur die Ziellinie zu erreichen, um zweiter in der Meisterschaft zu werden. Ich fuhr sicher und langsam weiter, während sich Christoph und Patrick um Platz eins duellierten.
In der letzten Runde stürzte Christoph, hatte aber soviel Vorsprung vor mir, dass er dennoch als zweiter das Ziel querte. Im zweiten Rennen war die Strecke schon fast vollständig abgetrocknet. In der Einführungsrunde brachte ich vorsichtig das Knie auf den Asphalt und merkte, dass ordentlich Grip da war. Nach dem Start lag Volker wieder vorn und ich war direkt dahinter. Ich fuhr die erste Runde etwas vorsichtig, denn ich durfte auf keinen Fall stürzen, sonst war der Meisterschaftszweite in Gefahr und das war schließlich das große Ziel. Ich konnte mich aber schnell an Volker vorbeibremsen und führte nun. Die Strecke war nun wieder fast so griffig wie am Vortag und ich konnte schön flüssig segeln und fuhr mir einen Vorsprung heraus. Christoph kämpfte mit Volker um Platz zwei.
Gegen Ende des Rennens nahm ich das Tempo raus, um ja nicht zu stürzen. Christoph hatte mittlerweile Volker überholt und zog nun am Kabel. Und zum Schluss kam auch Patrick an Volker vorbei und uns näher. Aber es reichte nicht und ich fuhr einen Sieg und somit auch den Tagessieg ein. In der Meisterschaft reicht das für Platz zwei, womit ich sehr zufrieden bin als Wiedereinstieger in die GP. Volker erfuhr sich insgesamt den dritten Platz in der Meisterschaft und Patrick holte sich verdient den ersten Platz.

Tuning85

Hier war rein rechnerisch für vier Fahrer die Meisterschaft drin, aber nur drei davon waren am Start. Damit war für Frank Schmieder das Meisterschaftspodium in akuter Gefahr. Auch hier war im ersten Rennen die Strecke nass. Die Heidenau K55 Dry funktionieren aber auch im Regen sehr gut und wieder waren die T50-Mopeds mit den Heidenau-Reifen den T85-Mopeds mit 17“-Derivaten weit überlegen. Alle drei Podiumsfahrer waren mit T50-Mopeds unterwegs und domierten das Rennen. Besonders Simon Melzer fuhr mit Markus Höligs T50-Moped saustark, da sein O85-Motor Wasser sabberte und somit nicht startfähig war. Im zweiten Rennen war es trocken, aber auch hier gaben die T50-Mopeds den Takt an. Wieder fuhren Patrick, Simon und Carsten aufs Podium. Damit kommen in der Meisterschaft Patrick Mix auf Platz drei, Florian Barth auf Platz zwei und Carsten „Kasten“ Zocher auf Platz eins.

Open85

In der Königsklasse war für fünf Leute rechnerisch die Meisterschaft drin. Und der führende Luca Göttlicher war am Samstag in Spanien und brannte Zeiten in den Asphalt. Aber wenn andere Verrückte aus Liedolsheim anreisen, muss es doch auch möglich sein, aus Spanien anzureisen. Und so kam Luca am Sonntag morgen kurz vor zwei Uhr in Polen an. Aber es war nass, Luca hatte keine Regenreifen, aber die anderen Spitzenfahrer schon. Außerdem startete Luca als Letzter, da er im Regen keine guten Quali-Zeiten erreichen konnte. Sehr gut startete Michel Deisinger, der auf Platz zwei in der Meisterschaft lag. Er dominierte im Regen und zeigte, dass er die Meisterschaft will und das er dafür alles gibt. Luca fuhr sicher, aber nicht zu schnell, um auf keinen Fall zu stürzen. Im Regen gilt vor allem eines: Sitzen bleiben. Das schaffte Luca, aber nicht jeder vor ihm. Einige Fahrer stürzten, Tom Seib zum Beispiel zweimal und einmal davon in der schnellsten Kurve, konnte aber beide Male weiterfahren.
Kurz vor Ende lag Luca auf Platz fünf. Und auf Platz zwei liegend stürzte Sebastian. Davon profitierten Christian auf Platz zwei und nun Luca auf Platz vier. Aus acht Punkten Vorsprung in der Meisterschaft wurden nun vier Punkte Rückstand. Das letzte Rennen sollte somit entscheidend werden. Wenn Michel wieder so stark wie im ersten Rennen fuhr, und davon war auszugehen, musste Luca alles geben. Im letzen Rennen am Tag war die Strecke trocken und griffig. Keiner brauchte Regenreifen und das war vor allem für Luca enorm wichtig. Als Letzter am Start lag er in der zweiten Kurve schon auf Platz drei. Michel führte das Rennen an. Wenige Kurven später eroberte Luca Platz eins, aber Michel fuhr dicht hinter ihm und versuchte so gut es geht das Tempo zu halten. Es nützte leider alles nichts. Luca gewann das zweite Rennen und war somit mit einem einzigen Punkt Vorsprung vor Michel erster in der Meisterschaft. Das war Spannung pur. Christian fuhr den Tagesdritten ein und zementierte dadurch Platz drei in der Meisterschaft.

Die Saison ist zu Ende, jetzt geht es an die Vorbereitung für 2018.
Demnächst wird die Meisterfeier stattfinden und wir werden in geselliger Runde die Saison Revue passieren lassen.
Alle Ergebnisse gibt es hier:

https://speedhive.mylaps.com/Events/1457481

Sport frei!

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