888 Minuten Rennen – Vorbericht

TermineVeröffentlicht am 25. April 2012

Die Thüringer Allgemeine Zeitung widmet sich in ihrer Online Ausgabe vom 18.4. ausführlich dem 888 Minuten Rennen. Wir haben den Artikel mal für euch rausgesucht:

„Pünktlich zur Walpurgisnacht wird sich das Gewerbegebiet in Großbodungen in einen Hexenkessel der besonderen Art verwandeln. Denn auch in diesem Jahr findet auf den Wiesen am Rande des Ortes das 888 Minuten Simson-Rennen statt.
Großbodungen. 47 Teams versuchen dabei fast 15 Stunden lang mit ihren Mopeds, ihre eigenen Grenzen zu überwinden. Eine Belastungsprobe der extremen Art für Mensch und Maschine. Durchhalten ist das oberste Gebot, wenn die Temperaturen in der Nacht genauso schnell fallen wie die Augenlider. Und noch einmal alle Kräfte mobilisieren ist die Devise, wenn am nächsten Vormittag der Endspurt ansteht. Der spektakuläre Massenstart in der Dunkelheit ist pünktlich um 22:12 Uhr am 30. April, sodass am 1. Mai um 13 Uhr die Zielflagge geschwenkt wird. Bis dahin gilt es so viele Runden wie möglich zu fahren. Im Vorjahr standen bei den besten Fahrern mehr als 600 Kilometer zu Buche. Die Männer- und die Mixed-Teams stellen vier Starter, Frauen dürfen sich in Fünferteams abwechseln. Jede Mannschaft kann sich von drei Helfern unterstützen lassen. Das ist auch oft genug nötig, denn kleine Reparaturen gibt es immer wieder. Bereits Montagnachmittag findet die technische Abnahme der Krads statt. Bei diesem Rennen gibt es nur eine Klasse, in der gefahren wird. Die leistungsstärksten Mopeds können bis zu 20 PS erreichen. Vor allem aber soll das alles viel Spaß machen. Und das scheint in den vergangenen beiden Jahren stets sehr gut geklappt zu haben. Bei den Aktiven ist die Veranstaltung inzwischen Kult. Bei den Zuschauern eine willkommene Abwechslung zum klassischen Maifeuer. Der besondere Reiz dieser Veranstaltung? „Die Zuschauer sind die ganze Zeit mittendrin im Geschehen und können die gesamte Rennstrecke einsehen. Alle Besucher können ganz nah ran an die Strecke und natürlich auch ins Fahrerlager. Sie können die kleinen und großen Dramen während eines solch langen Rennens hautnah miterleben. 15 Stunden lang fahren und schrauben die Teams und kämpfen gegen Müdigkeit und Erschöpfung an“, fasst Anka Schnellhardt zusammen. Sie gehört zum dreiköpfigen Organisationsteam des 888-Minuten-Rennens. Gemeinsam mit dem Breitenworbiser André Wieg und Andreas Braun aus Hauröden.

Die junge Mutter kümmert sich um alles Organisatorische, die Männer sind für die technischen Fragen und die praktische Umsetzung aller vorab zu erledigenden Aufgaben zuständig. Gemeinsam kümmern sie sich um die notwendigen Genehmigungen, Werbung, die Vorbereitung der Strecke und des Geländes. Natürlich mussten auch jede Menge Helfer gefunden werden. Und Sponsoren. „Zum Glück stoßen wir bei den regionalen Unternehmen auf große Zustimmung, viele von ihnen unterstützen uns“, sagt Anka Schnellhardt. Der Lohn für ihre Mühen: Eine spektakuläre Veranstaltung, die jedes Jahr mehr Besucher anlockt, rund 2000 waren es 2011. Gerade in der Nacht wird es spannend. Das Rennen geht an die Substanz – Fahrer und Zuschauer werden da gleichermaßen auf eine harte Probe gestellt. Dafür werden die letzten Runden auf dem etwa zwei Kilometer langen Kurs und die Zieleinfahrt besonders zelebriert. Zwar schaut jedes Team mit scharfem Blick auf die Uhr – doch am Ende zählt vor allem, durchgehalten zu haben. Ein Höhepunkt am Rande des Renngeschehenns werden die beiden Motorrad- Stuntshows von Mike Auffenberg. Der Bleicheröder zeigt sein Können Montagabend um 21 Uhr und Dienstag, 13.15 Uhr.“

Text: thueringer-allgemeine.de
Bilder: 888-minuten-rennen.de

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